Die richtige finanzielle Vorsorge für das Alter ↗️ Thorsten Wippel berät Sie!

Die gesetzliche Rente in Deutschland reicht in vielen Fällen nicht aus, um einen sorglosen und finanziell abgesicherten Lebensabend zu verbringen. Die Grundlage für dieses System bildet der Generationenvertrag. Erwerbstätige finanzieren das Rentensystem und sorgen damit nicht nur für sich selbst, sondern auch für ältere Menschen. Doch aufgrund der stark gestiegenen Lebenserwartungen und Veränderungen am Arbeitsmarkt, ist dieses System aus dem Gleichgewicht geraten.

Niedrigere Rente
Das Rentenniveau ist in Deutschland in den letzten Jahrzehnten stark gesunken. Erhielten Rentner bis 2010 noch immerhin bis zu 60 % ihres lebenslangen Durchschnittsverdienstes in der Rente, so ist dieses Niveau mittlerweile auf 48 % gesunken. Bis 2030 rechnen Experten mit einem Rückgang auf 43 %. Um im Rentenalter in Zukunft einen bestimmten Lebensstandard aufrechtzuerhalten, muss rechtzeitig an die Eigenvorsorge gedacht werden.

Die Altersversorgung in Deutschland

Die Altersvorsorge beruht in Deutschland auf dem 3-Säulen-Prinzip.

  1. Basisvorsorge mit gesetzlicher Rentenversicherung, berufliche Versorgungswerke sowie die Rürup-Rente.
  2. Geförderte Vorsorge mit der betrieblichen Altersvorsorge (Direktversicherung) und die Riester-Rente.
  3. Ungeförderte Vorsorge aus privaten Lebensversicherungen, Rentenversicherungen oder Fondsvorsorge.

Die erste Säule gilt für alle Erwerbstätigen in Deutschland. Es bleibt jedoch jedem freigestellt, ob er die anderen beiden Säulen nutzen will und in welchem Ausmaß. Die Nutzung der zweiten und dritten Säule hängt von Ihren beruflichen Verhältnissen, Ihrem Alter und Ihren persönlichen Präferenzen ab. Vor allem Selbstständige müssen rechtzeitig an ihre Eigenvorsorge denken, da sie nicht der gesetzlichen Basisversorgung unterliegen.

Umfangreiche Eigenvorsorge

Bei der Eigenvorsorge für das Alter handelt es sich also um ein relativ breites Thema, das nach umfangreichen Informationen verlangt. Um sich in diesem System besser zurechtzufinden und eine geeignete individuelle Altersvorsorge zu gewährleisten, ist die Zusammenarbeit mit einem Experten auf jeden Fall ratsam. Hier erfahren Sie das Wichtigste zum Thema Altersvorsorge.

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Thorsten Wippel – Kapitalmanagement

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Wofür benötige ich eine Altersvorsorge?

Eine zusätzliche Altersvorsorge zur gesetzlichen Vorsorge empfiehlt sich, um auch in der Rente finanziell gut versorgt zu sein. Wenn Sie selbstständig tätig sind, müssen Sie sich auf jeden Fall um eine entsprechende Altersvorsorge kümmern, da in diesem Fall die gesetzliche Basis oder die betrieblichen Vorsorgewerke entfallen. Die Basisvorsorge wird aufgrund demografischer Veränderungen ebenfalls immer geringer, wodurch eine Rentenlücke entsteht. Durch die Eigenvorsorge können Sie diese Lücke schließen.

Gründe für die Rentenlücke

Für die entstehende Lücke in der Altersvorsorge gibt es mehrere Gründe. Neben der tendenziell sinkenden gesetzlichen Rente wirken sich vor allem Veränderungen am Arbeitsmarkt sowie die steigende Lebenserwartung auf die Altersvorsorge aus.

Die Auswirkungen des Arbeitsmarktes auf die Rente

Die wenigsten Erwerbstätigen sind heute ein Leben lang in ein und demselben Unternehmen tätig. Die Arbeitsstelle wird gewechselt und oft auch der Beruf. Dazu kommen noch Zeiten der Arbeitslosigkeit, der Kurzarbeit oder gesundheitliche Gründe. Aus diesen Gründen werden nicht immer Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt. Vor allem Frauen haben nach der Karenzzeit oft Schwierigkeiten, sich rechtzeitig wieder in das Arbeitsleben einzugliedern. Dadurch kommt es auch hier zu Beitragslücken, die sich negativ auf die gesetzliche Basisversorgung auswirken.

Die steigende Lebenserwartung

Da Menschen immer älter werden und es gleichzeitig immer weniger Geburten gibt, zahlen weniger Menschen in die gesetzliche Basisvorsorge Beiträge ein. Auch dadurch kommt es zu einer größer werdenden Rentenlücke.

Was ist bei der individuellen Altersvorsorge zu beachten?

Um die richtige Vorsorgeentscheidung zu treffen, sollten Sie ihre persönlichen finanziellen und beruflichen Grundlagen analysieren. Stellen Sie fest, wie viel Rente Sie im Alter aus der ersten Säule voraussichtlich erhalten werden. Entscheidende Unterschiede gibt es dabei aufgrund verschiedener Situationen.

  • Sie arbeiten in einem Angestelltenverhältnis.
  • Sie sind freiberuflich tätig.
  • Sie sind selbstständig erwerbstätig.

Gesetzliche Altersvorsorge für Angestellte

Angestellt sind in Deutschland in der gesetzlichen Basisvorsorge pflichtversichert. Diese beinhaltet auch einige selbstständige Berufe wie Erzieher, Hebammen oder Physiotherapeuten. Die gesetzliche Pflichtversicherung trägt aber immer weniger zum Renteneinkommen im Alter bei.

Gesetzliche Altersvorsorge für freiberuflich Tätige

Freiberufler, welche in Kammerberufen tätig sind, sind ebenfalls pflichtversichert. Dazu zählen beispielsweise Ärzte, Apotheker, Architekten oder Rechtsanwälte. Dafür sind die berufsständischen Vorsorgewerke zuständig. Die Beiträge der Mitglieder legen diese Institutionen allerdings am zinsabhängigen Kapitalmarkt an. Aufgrund des derzeit herrschenden niedrigen Zinsniveaus halten sich die Erträge stark in Grenzen. Dies führt zu einer niedrigeren Rentenleistung.

Vorsorge für selbstständig Erwerbstätige

Alle selbstständig tätigen Personen, die nicht zu den oben genannten Gruppen gehören, müssen sich um ihre Rentenversicherung selbst kümmern. Die Einführung einer Altersvorsorgepflicht für diese Berufsgruppe wird gerade diskutiert. Zuletzt wurde die Altersvorsorgepflicht in der Regierung jedoch wieder auf die lange Bank geschoben. Daher ist vor allem für diese Berufsgruppe eine private Vorsorge eine unabdingbare Voraussetzung, um im Alter überhaupt eine entsprechende Rente zu erhalten.

Wie finde ich den richtigen Berater?

Wer sich im Dschungel der Vorsorge zurechtfinden will, kann auf einen unabhängigen Finanzberater, der seriös über die einzelnen Möglichkeiten aufklärt, zurückgreifen. Wo finden Sie nun einen Experten für die gesetzliche, betriebliche und private Altersvorsorge?

Die staatliche Rentenversicherung

Die staatliche Rentenversicherung ist jedenfalls eine wichtige Stelle, um sich persönliche Informationen zu holen. Dort erhalten Sie Auskünfte über Ihre bisherigen Beiträge sowie über Ihren Versicherungsverlauf. Damit verschaffen Sie sich einen Überblick über die noch fehlenden Beitragszeiten. Außerdem können Sie fehlende oder falsche Einträge korrigieren lassen.

Unabhängige Rentenberater

Im sogenannten Bundesverband der Rentenberater haben sich unabhängige Finanzexperten zusammengeschlossen. Diese geben detaillierte Auskünfte über die Vorsorgemodelle und beraten auch bei eventuellen Rechtsstreitigkeiten. Diese Experten sind keine Angestellten der staatlichen Rentenversicherung und gehören auch keinem privaten Versicherungsunternehmen an. Sie beraten lediglich und geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre persönliche Altersvorsorge am besten planen und umsetzen können.

Wo finde ich einen unabhängigen Berater?

Wenn Sie sich bei einer Bank oder einer Versicherung bezüglich Ihrer Altersvorsorge beraten lassen, werden Sie in den meisten Fällen nur mit Angeboten eines bestimmten Anbieters konfrontiert. Alternativ dazu kann man sich an einen unabhängigen Berater oder einen Honorarberater wenden. Honorarberater bieten einen Überblick über sämtliche Möglichkeiten der Altersvorsorge und bevorzugen kein bestimmtes Produkt. Sie erhalten dadurch auch keine Provisionen von Versicherungen oder Banken. Allerdings müssen Sie selbst die Beratungskosten übernehmen. Honorarberater findet man beispielsweise unter der Dachorganisation Verbund Deutscher Honorarberater.

Was zeichnet einen seriösen Finanz- oder Rentenberater aus?

Wenn Sie einen Rentenberater oder Honorarberater konsultieren, können Sie sich im Vorfeld bereits auf der Homepage des jeweiligen Anbieters informieren. Außerdem können Sie den Berater ungehindert nach dessen Qualifikation und Erfahrungen fragen. Auch ein IHK-Zertifikat ist ein wichtiger Hinweis auf Kompetenz. Seriöse Berater erkennen Sie zudem an folgenden Punkten:

  • Wichtige Fakten werden schriftlich bestätigt.
  • Der Berater räumt Ihnen genügend Bedenkzeit ein.
  • Der Berater wird Sie auf Widerspruchsmöglichkeiten hinweisen.
  • Eventuell rät er Ihnen, sich bei der Verbraucherzentrale eine zweite Meinung einzuholen.
  • Der Berater orientiert sich an Ihren persönlichen Bedürfnissen.
  • Der Berater wird ein Gesprächsprotokoll führen.

Was kostet eine Beratung?

Die meisten Berater verlangen ein Stundenhonorar von 150 €. Diese Investition lohnt sich jedoch, da Sie dabei umfassend und objektiv beraten werden. Wenn Sie sich an einen Provisionsberater wenden, entfällt zwar das Honorar, doch werden Ihnen wahrscheinlich nur bestimmte Finanzprodukte für Ihre Altersvorsorge angeboten werden.

Was ist bei der Altersvorsorge zu beachten?

Die Altersvorsorge sollten Sie rechtzeitig planen. Je früher Sie mit der Altersvorsorge beginnen, desto besser. Wichtig ist es, dass Sie sich ein klares Bild über Ihre derzeitigen finanziellen Verhältnisse machen und ihre Basisversorgung unter die Lupe nehmen. Überprüfen Sie daher ihre Versicherungszeiten sowie die Voraussetzungen für ihre Basisvorsorge. Stellen Sie zukünftige Einnahmen und Ausgaben gegenüber. So erhalten Sie ein Bild über die entstehende Rentenlücke.

So berechnen Sie die Rentenlücke

Ermitteln Sie den Rentenbedarf im Alter, addieren Sie dazu die Inflation und Sie erkennen den erforderlichen Rentenbedarf.
Davon ziehen Sie die zu erwartende Basisrente ab und erhalten somit die Rentenlücke. Diese müssen Sie mithilfe der zweiten und dritten Säule abdecken. Der Rentenbedarf im Alter ergibt sich aus der Summe der laufenden Fixkosten + Lebenshaltungskosten. Wie viel Geld Sie im Alter benötigen, hängt natürlich auch von ihren individuellen Ansprüchen ab.

Diversifizieren Sie Ihre Rentenvorsorge

Da eine private Rentenvorsorge nicht durch eine einzige Geldanlageform gedeckt werden kann, sollten Sie Ihr Rentenportfolio dementsprechend streuen. Das heißt, Sie wählen mehrere Alternativen. Die Diversifikation Ihrer Geldanlage orientiert sich ebenfalls an ihrer aktuellen finanziellen und beruflichen Situation sowie an Ihrem derzeitigen Alter. Aus diesem Grund sollten Sie einen Experten ins Boot holen, der Ihnen konkrete Vorschläge unterbreiten kann.

Planen Sie auch Krisen ein

Um ganz sicherzugehen, lohnt es sich, eventuell auftretende Krisensituationen während der Ansparphase einzuplanen. Das können beispielsweise Krankenstände oder Arbeitslosigkeit sein. Um auch in diesen Fällen abgesichert zu bleiben, können Sie Geldanlagen ins Auge fassen, bei denen die monatlichen Einzahlungen ausgesetzt werden können. Lebensversicherungen oder ähnliche Vorsorgeformen können beitragsfrei gestellt werden.

Welche Vorsorgeformen gibt es?

Für die Wahl der Vorsorgeformen gibt es in Deutschland derzeit vielfältige Möglichkeiten. Zu den wichtigsten Vorsorgeformen zählen dabei:

  • Rürup-Rente
  • Riester-Rente
  • betriebliche Altersvorsorge
  • Lebens- und Rentenversicherungen

Die Rürup-Rente

Diese zählt zur Basisvorsorge und ist für Selbstständige interessant. Für diese Gruppe war diese Rentenform ursprünglich auch vorgesehen. Es wird derzeit in Deutschland über die Einführung einer Altersvorsorgepflicht für diese Berufsgruppe diskutiert. Die Altersvorsorgepflicht wurde jedoch bis auf Weiteres verschoben. Ob und in welcher Form eine Altersvorsorgepflicht eingeführt wird, bleibt abzuwarten. Die Beiträge für die Rürup-Rente sind jedoch steuerbegünstigt. Das heißt, Sie können eingezahlte Beiträge für diese Versicherung bis zu einer Höhe von 24.305 € von der Steuer absetzen.

Die Riester-Rente

Die Riester-Rente bildet eine Zusatzversorgung in der Basisversorgung. Auch hier sind die Beiträge steuerbegünstigt und können bis zu einer Höhe von 2.100 € pro Jahr von der Steuer abgesetzt werden. Die Riester-Rente wird jedoch vom Staat zusätzlich gefördert. Wer eine Riester-Rente abschließt, erhält dafür vom Staat 175 € jährlich dazu. Für Kinder gibt es einen zusätzlichen Zuschlag von bis zu 300 € und junge Menschen unter 25 erhalten einmalig einen Bonus von 200 €. Diese Form der Vorsorge eignet sich in erster Linie für Besserverdiener.

Die betriebliche Altersvorsorge

Auch diese wird staatlich gefördert. Beiträge bis zu einem Betrag von 552 € steuerfrei und bis zu einem Höchstbetrag von 276 € von den Sozialabgaben befreit. Die steuerlichen Begünstigungen müssen Sie bei dieser Vorsorgeform jedoch nicht extra beantragen. Das geschieht im Rahmen der Gehaltsabrechnung. Als Abrechnungsmodell wählen die meisten Arbeitgeber die Direktversicherung.

Direktversicherung
Bei der Direktversicherung schließt der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer eine entsprechende Versicherung ab. Für die Direktversicherung stehen ebenfalls mehrere Varianten zur Auswahl. Dazu gehören die Kapitallebensversicherung, die Rentenversicherung, die fondsgebundene Lebensversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Das Wertkonto
Eine andere Form der betrieblichen Vorsorge stellt das sogenannte Wertkonto dar. Durch das Wertkonto werden bezahlte Arbeitsfreistellungen finanziert. Sie verzichten dabei auf Teile Ihres Gehalts. Die nicht ausbezahlten Bruttobeträge werden auf einem eigenen Wertkonto in Geld verbucht. Bis zum Auszahlungstermin wird dieses Geld entsprechend angelegt und bleibt auch steuerfrei. Erst, wenn Sie in Rente gehen, müssen Sie einen Teil davon versteuert. Der Vorteil von einem Wertkonto besteht in dem Umstand, während der Freistellung trotzdem in einem sozialversicherten Arbeitsverhältnis zu verbleiben.
Das Wertkonto ermöglicht damit die Zeit der Freistellung für Weiterbildung, Familie oder einem vorzeitigen Ruhestand.

Renten- und Lebensversicherungen

Diese Vorsorgeformen zählen bereits zu den privaten Vorsorgemodellen. Die Beiträge für Lebensversicherungen oder Privatrente sind nicht steuerbegünstigt. Allerdings werden die daraus resultierenden Ertragsanteile beim Erhalt der Privatrente niedriger besteuert. Die Höhe der Besteuerung des Ertragsanteils hängt dabei vom Alter bei Versicherungsbeginn ab.

Die Privatrente
Mit dieser Form der Eigenvorsorge können Sie sich im Alter eine monatliche Privatrente zusätzlich zu Ihrer gesetzlichen Rente auszahlen lassen. Die Privatrente erscheint auf dem Markt in drei Formen.

  • Klassische Privatrente
  • Fondsgebundene Privatrente
  • Hybride Rentenversicherung

Bei der ersten Variante werden die Gelder möglichst risikoarm in festverzinsliche Wertpapieren angelegt. Fondsgebundene Privatrenten investieren in Aktienfonds und unterliegen daher Schwankungen. Hybride Versicherungen sind eine Mischform aus den beiden anderen Varianten.

Immobilien als Wertanlage

Eine weitere Möglichkeit der privaten Vorsorge ist die Investition in Immobilien. Im Gegensatz zu einer Lebensversicherung oder Privatrente genießen Sie den Vorteil der beständigen Wertsteigerung und können darüber hinaus die Immobilie auch selbst nutzen. Wenn Sie nicht direkt in eine eigene Immobilie investieren wollen, können Sie auch in Immobilienfonds investieren. Allerdings ist diese Variante meist mit einem gewissen Anlagerisiko verbunden.

FAZIT: Rechtzeitig vorsorgen!

Aufgrund der Tatsache des sinkenden Rentenniveaus ist eine rechtzeitige Altersvorsorge eine wichtige Voraussetzung, um im Alter einen angemessenen Lebensstandard zu genießen. Durch die Vielzahl verschiedener Vorsorgevarianten empfiehlt es sich, den Rat von Experten einzuholen. Die Vorsorge für das Alter muss auf Ihre aktuellen beruflichen und finanziellen Verhältnisse abgestimmt werden. Je früher Sie damit beginnen, desto mehr können Sie aus von Ihrer persönlichen Vorsorge später profitieren.

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